Angekommen in der Fremde: Eine wahre Geschichte aus dem Norden Frankreichs

Ein kongolesischer Arzt zieht nach Frankreich, um im verschlafenen Dorf Marly-Gomont die Hausarztpraxis zu übernehmen. Klingt einfach, ist in der Tat aber ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Die Geschichte „Ein Dorf sieht Schwarz“ steht im Mittelpunkt des diesjährigen Kinoabends des Vereins Jambo! in Herzogenbuchsee.

Einmal im Jahr wird der Sonnensaal in Herzogenbuchsee zum Kino. Für einen guten Zweck zeigt der Verein Jambo! jeweils im Winter eine afrikanische Geschichte der besonderen Art, mit dem Erlös werden Kinderhilfsprojekte in Tansania unterstützt. Aus der Kulturagenda von Herzogenbuchsee ist der Event längst nicht mehr wegzudenken.

In der tiefsten Provinz gelandet
Mit der Komödie „Ein Dorf sieht Schwarz“ setzt Jambo! in diesem Jahr auf eine preisgekrönte und wahre Geschichte aus der tiefen Provinz im Norden Frankreichs. Sie spielt im Jahr 1975 und handelt vom kongolesischen Arzt Seyolo Zantoko (Marc Zinga). Mit seiner Familie zieht er fort aus seiner Heimat, um im kleinen Dorf Marly-Gomont einen Neuanfang zu wagen. Die Familie aus dem Kongo hofft auf ein europäisches Großstadtleben, doch die Realität ist weit weniger glamourös: Die Einwohner von Marly-Gomont haben noch nie zuvor einen Menschen aus Afrika gesehen und sind anfangs wenig begeistert von ihrem neuen Hausarzt. Ganz im Gegenteil tun sie sogar ihr Bestes, um den Neuankömmlingen das Leben schwer zu machen. Doch so leicht lassen sich Seyolo, seine Frau Anne (Aïssa Maïga), ihr Sohn Kamini (Bayron Lebli) sowie Tochter Sivi (Médina Diarra) nicht unterkriegen.

Der Kinoabend von Jambo! findet am Freitag, 9. Februar 2018, im Sonnensaal von Herzogenbuchsee statt. Ab 19.00 Uhr serviert Jambo! ein feines afrikanisches Essen, um 20.30 Uhr heisst es: Film ab! Mit dem Erlös des Abends unterstützt Jambo! in der Region Kamachumu von Tansania 25 Tagesstätten mit rund 800 Kindern.