Nach dem Hagel kam King Kora

Wenn der Verein Jambo! sein Sommerfest stattfinden lässt, scheint die Sonne. Normalerweise. In diesem Jahr allerdings war alles ein bisschen anders. Just in dem Moment, als die afrikanisch-schweizerische Band King Kora auf die Bühne stieg, öffnete sich die Wolkendecke und dicke Hagelkörner prasselten auf die Tische und Bänke im Buchser Gemeindepark nieder. Die Zuschauer liessen sich von diesen Wetterkapriolen indes nicht beeindrucken. Sie blieben standhaft, stellten sich unters Dach des benachbarten Kornhauses oder unter den grossen Kastanienbaum - und warteten, bis der Spuk ein Ende hatte und das Konzert doch noch beginnen konnte.
Für ihre Geduld wurden die über 250 Personen mit einem hochstehenden Konzert belohnt. Die Band um Sänger und Koraspieler Lamin Jobarteh verzauberte den Park mit ihrem feierlich-swingenden Sound, dessen Wurzeln in der westafrikanischen Griotmusik zu finden ist. Ein Fest fürs Gemüt - aber auch für den Gaumen war es. Vor dem Konzert servierte die Jambo-Küchencrew ein würziges Rindfleisch-Gericht mit Couscous. Der Erlös des Abends fliesst in die Entwicklungsprojekte von Jambo im Norden von Tansania.